www.adfc-wartburgkreis.de
270px

Politikerradtour 2014

Der ADFC Wartburgkreis hat in Zusammenarbeit einiger Mitglieder und Freunde des ADFC, eine Politiker-Radtour durch Mühlhausen durchgeführt. Eingeladen zu dieser ca. 10 km Radtour waren der Oberbürgermeister, weitere Amtsleiter der Stadtverwaltung, die im Mühlhäuser Stadtrat vertretenen Parteien, der Amtsleiter des Straßenbauamtes Nordthüringen, der Amtsleiter der Polizeiinspektion Mühlhausen und auch Vertreter des Landtages. Leider waren aber seitens der Politik und Verwaltung nur drei Stadtratsmitglieder, ein Stadtteilbürgermeister und ein Vertreter der Straßenverkehrsabteilung Mühlhausen zur Radtour gekommen. In der Mehrheit waren Rad fahrende Bürger aus Mühlhausen und Umgebung die mit Interesse und Spaß an der Radtour teilnahmen (Bild 1). Nachdem sich alle Teilenehmer vorgestellt haben, hat Knut Ewers von der Stadtratsfraktion der Grünen auch die Gäste begrüßt und den ausgearbeiteten Tourenverlauf vorgestellt. Aufgabe war es, auf legalen Wege, ohne das Fahrrad zu schieben und die kürzeste mögliche Strecke zu bestimmten Anlaufpunkte in der Stadt, zu nutzen. Die ersten Probleme hatten die Teilnehmer schon bei der ersten Etappe vom Bahnhof zur Thomas-Müntzer-Schule. Hier war die Schule schon fast in Sichtweite. Aber durch die gegenwärtige Einbahnstraßenregelung der Karl-Marx-Str. musste ein Umweg über die August-Bebel-Str. gefahren werden. Es gibt aber schon die Zusage von der Stadtverwaltung, die Karl-Marx-Str. für Radfahrer in Gegenrichtung zu öffnen. Ein weiteres Ziel war die Martini-Schule. Hier konnte der Radfahrer die B 247 nur über den Kreuzbereich per Fußgängerampel das Rad schiebend überqueren, oder durch einen kleinen Umweg eine kombinierte Fußgänger- und Radfahrerampel radelnd nutzen. Weiter ging es entlang der B 247 Richtung ehemaliges Jobcenter. Es gab keinen Radweg o.ä., somit musste die Bundesstraße genutzt werden. Zum Friedhof, an der L 1016 gelegen, ging es über Schleichwege recht zügig und sicher. Nächster Anlaufpunkt war das Fußballstadion in der Schwanenteichallee. Dorthin ging es über die Goethestraße mit einem „Radweg“. Da keine Benutzungspflicht aber Piktogramme vorhanden waren, konnte man hier von einem Radweg ausgehen (Bild 2). Hier haben wir lange über benutzungspflichtige und andere Radwege diskutiert. In der Oberlandstraße konnte die Einbahnstraße in Gegenrichtung befahren werden. Weitere interessante Wegvarianten mit Schieben der Räder über Fußgängerüberwege und regelwidriges Benutzen des Gehweges waren bei den nächsten Zielen zur Jacobischule, dem Mehrgenerationenhaus und dem Altenheim zu sehen. Vorletztes Ziel war das Behördenzentrum am Rosenhof, was am Stadtrand nur über die viel befahrenen B 249 zu erreichen war. Zuletzt ging es über die für Radfahrer freigebene Fußgängerzone zum Ratskeller, wo mit allen Beteiligten eine Abschlussdiskussion erfolgte. Fazit der Tour: Rad fahren in Mühlhausen ist kompliziert und nicht ungefährlich. Die meist vorhandenen Flächen könnten für die Radfahrer optimaler genutzt werden. Durch wenig Aufwand könnten weitere Radstreifen oder Radspuren oder einfache Freigabe von Fußwegen geschaffen werden. Entlang der Bundesstraße sollte man entsprechend sichere Radverkehrsanlagen einrichten.

Christoph Meiners